Deutsche Transportunternehmen wollen in Berlin erneut protestieren

Posted by maiortrans
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Deutsche Transportunternehmen – Am Freitag, 24. Juli 2020, organisiert die BLV pro Initiative eine neue Protestveranstaltung in Berlin, um erneut auf die Probleme der deutschen Transportunternehmen aufmerksam zu machen.

An der ersten Protestveranstaltung am 19. Juni nahmen mehr als 200 Lastwagen in Berlin teil. Mit dem Protest sollen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die einen fairen Wettbewerb im Straßentransportgewerbe gewährleisten.

Vertreter der BLV pro Initiative schickten auch einen offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Vorschlägen zur Verbesserung der Situation. In diesem Brief setzten sie auch eine Frist bis zum 3. Juli, um mit der Umsetzung der Lösungsvorschläge zu beginnen.

Die Initiatoren des Protests rechnen mit rund 1.000 LKW, die aus verschiedenen Teilen Deutschlands nach Berlin fahren werden. Sie schlugen vor, dass die LKW diesmal in die Strassen der Altstadt fahren, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen.

Hatten die Vertreter der BLV pro Initiative beim ersten Protest nur kleine und mittlere Unternehmen eingeladen, so verschickten sie diesmal auch Einladungen an die wichtigsten Transport- und Logistikverbaende. Der BGL hat seinen Standpunkt bereits mitgeteilt und erklärt, dass er mit einer solchen Initiative nicht einverstanden ist, da es effektivere Mittel gibt, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Vertreter der BLV pro Initiative sagen, dass derzeit mindestens 5.000 kleine und mittlere Unternehmen von der durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Krise, aber auch von unlauterem Wettbewerb ausländischer Unternehmen, insbesondere aus Osteuropa, betroffen sind.

Die Forderungen des Vereins BLV pro Initiative lauten wie folgt:

– einen Mindestpreis pro Kilometer bei Fahrt mit einem vollen Lkw und einen Pauschalpreis für kurze Strecken;
– die Aussetzung der Kabotage für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten;
– das BAG soll Zugang zu den Daten über die Mautzahlungen erhalten, um die Verkehrsunternehmen besser kontrollieren zu können;
– Verschärfung der Kontrollen zur Aufdeckung von Verstößen gegen die Kabotagegesetzgebung, sowohl auf Autobahnen als auch insbesondere am Sitz von Transportunternehmen, Begünstigten und Reedereien;
– obligatorische Einführung von intelligenten Fahrtenschreibern;
– ein Verbot der Vermietung von Lastkraftwagen und Fahrern durch deutsche Unternehmen mit Sitz in anderen Ländern der Europäischen Union;
– Erhöhung der Bußgelder für Verstöße gegen die Verkehrsgesetzgebung;
– gleiche Bezahlung und Entlohnung für alle Fahrer in der Europäischen Union;

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