Straßengüterverkehr – COVID-19: Der Straßengüterverkehr wird mindestens bis Ende des Jahres betroffen sein

Posted by maiortrans
Category:

Deutsche Analysten sagen, dass der Straßengüterverkehr mindestens bis Ende des Jahres von der COVID-19-Pandemie betroffen sein wird. Wenn keine zweite Welle auftritt, nähert sich der Verkehrsindex wieder den vor der Krise verzeichneten Werten.

Die COVID-19-Pandemie hatte einen Dominoeffekt und brachte eine Branche nach der anderen in eine Krise. Internationale Entlassungen, abgesagte Veranstaltungen, Schließung von Produktionseinheiten, leere Häfen und Logistikzentren, stornierte Flüge und soziale Einschränkungen. All dies ist das Ergebnis der Pandemie, die zu einer neuen Wirtschaftskrise führte.

Regierungsexperten, Wirtschaftsinstitute und Bankvertreter geben täglich die wirtschaftliche Situation bekannt, zu einer Zeit, in der sich das Leben wieder normalisiert. Die Geschäfte haben wieder geöffnet, die Autoindustrie hat die Produktion wieder aufgenommen und ab Mitte Juni können sie wieder reisen.

Noch kann niemand vorhersagen, wie lange diese Krise andauern wird und welche Folgen die COVID-19-Pandemie haben wird. Es gibt jedoch einen Index, der ziemlich genau widerspiegelt, was in der Branche passiert, nämlich die Anzahl der Kilometer, die LKW auf mautpflichtigen Straßen zurücklegen.

Wenn die Branche neu startet, Geschäfte und Restaurants wieder öffnen oder Sie wieder reisen können, ist im Frachtsegment alles zu spüren. Und deshalb sind diese Zahlen ein ziemlich klarer Indikator für die Wirtschaftslage.

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und das Institut für Statistik (Destatis) teilen nun monatlich dem Verkehrsindex für Nutzfahrzeuge mit, wie viele Kilometer mit LKWs zurückgelegt werden und wofür die Maut in Deutschland entrichtet wird. Dieser Index gibt die tatsächliche Situation im Straßengüterverkehr wieder und berücksichtigt mautpflichtige LKW mit mindestens vier Achsen.

Da das Zahlungssystem digitalisiert ist, nach fünf Tagen alle Informationen online verfügbar sind und im Juli 2018 festgestellt wurde, dass für den Warentransport auf allen Nationalstraßen eine Mautgebühr zu entrichten ist, ist der Verkehrsindex relevant, um eine Schlussfolgerung zu ziehen auf die wirtschaftliche Situation.

Angesichts der aktuellen Situation durch die COVID-19-Pandemie haben das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und das Institut für Statistik (Destatis) seit Mitte April beschlossen, den Verkehrsindex täglich zu veröffentlichen, anstatt monatliche Aktualisierungen anzukündigen.

So fiel der Verkehrsindex im April gegenüber dem Vormonat um 10,9% und erreichte einen Durchschnittswert von 97,4, den niedrigsten Stand seit 2005, dem Jahr, in dem er erstmals berechnet wurde. Parallel dazu ging das BIP zwischen Januar und März 2020 gegenüber dem letzten Quartal 2019 um 2,2% zurück. Dies war der größte Rückgang seit der Finanzkrise 2008/2009 und einer der größten seit der Wiedervereinigung Deutschlands.

Im Mai gab es einen leichten Anstieg, aber die Zahlen sind im Vergleich zur Vorkrisenzeit immer noch niedrig. Der wöchentliche Durchschnitt im Februar lag konstant bei 114 Punkten im Verkehrsindex und liegt jetzt irgendwo zwischen 98 und 104 Punkten.

In der ersten Maihälfte gingen die in Deutschland registrierten Speditionen um 9% in Bezug auf die Anzahl der zurückgelegten Kilometer zurück, während die internationalen Unternehmen um 17% zurückgingen. Dies geht auch aus dem BAG-Bericht über den Grenzverkehr hervor, in dem es an den Grenzen zu Frankreich, Luxemburg, Belgien, Polen und der Tschechischen Republik zu massiven Rückgängen gekommen ist.

Ende Mai gab es eine Rückkehr, die insbesondere von ausländischen Transportunternehmen zu spüren ist. So sank der Verkehrsindex für in Deutschland registrierte Speditionen um 6,4% in Bezug auf die Anzahl der zurückgelegten Kilometer, während ausländische Transportunternehmen um 8,6% zurückgingen.

Trotz dieser Zuwächse zeigt die Umfrage der BAG unter deutschen Transportunternehmen, dass sich die Situation bei den Transportaufträgen trotz Aufhebung der Beschränkungen nicht wesentlich verbessert hat.

Straßengüterverkehr